Hilfeleistungen

Finanzielle Unterstützung für Familien in Notlagen

Durch Ihre Spenden können wir die finanziellen Härten der Familien mindern. Die finanzielle Sicherheit ist ein wichtiger Beitrag, das Familiengefüge stabil zu halten und alle Kräfte für den Umgang mit der Krankheit zu mobilisieren.

Die Langzeiterkrankung eines Kindes bringt Familien häufig in finanzielle Bedrängnis. Oft muss ein Elternteil seine Erwerbstätigkeit aufgeben, um ganz für das Kind da zu sein. Fahrt- und Reisekosten und die Anschaffung teurer Hilfsgeräte belasten den Familienetat. Für dringend notwendige Urlaube oder Kuren fehlt das Geld. In sozialen Härtefällen und wenn kein anderer Kostenträger (zum Beispiel die Krankenkasse) zahlt, helfen wir unbürokratisch mit Zuschüssen.

Organisatorische Hilfestellung

Wir unterstützen die Familien aktiv bei der Abwicklung von notwendigen Formalitäten. Wir stellen die Plattform für den Austausch unter den Betroffenen und fördern Maßnahmen wie Nachhilfeunterricht oder Kuren.

Unser Verein für krebskranke und chronisch kranke Kinder e.V. steht betroffenen Familien aktiv und unbürokratisch mit Rat und Tat zur Seite und leistet auch die notwendige organisatorische Unterstützung. Wir vermitteln, beraten, organisieren, bieten praktische Hilfe.

Wir fördern den Austausch und verbinden

  • Familie
  • Schule/Ausbildung
  • Krankenhaus
  • Therapie und
  • Rehabilitation.

Psychosoziale Betreuung und fachliche Unterstützung bei der Krankheitsbewältigung

Die krankheits- und behandlungsbedingten Belastungen sind mit einem hohen Leidensdruck für den Patienten und seine Angehörigen verbunden und können zu seelischen Erkrankungen führen. Die Diagnose einer chronischer Erkrankung oder Krebs im Kindes- und Jugendalter bedeutet für die gesamte Familie eine langandauernde psychische Extremsituation. Sie verändert das familiäre Leben gravierend und geht mit einem erheblichen Ausmaß psychosozialer Belastungen aller Angehörigen einher. Die Kinder und Jugendlichen sind in ihrer körperlichen, sozialen, emotionalen und kognitiven Entwicklung bedroht. Die Familie stellt für den Patienten die wesentliche Unterstützungsquelle für die Bewältigung der Erkrankung und Behandlung dar und bedarf daher professioneller psychosozialer Unterstützung. Mit gezielter Unterstützung lernen die Betroffenen mit der Erkrankung umzugehen und dadurch den Heilungsprozess zu fördern. Eine wichtige Rolle spielt dabei auch die Einbeziehung der Geschwisterkinder.  

Unterstützung der Krankheitsbewältigung

  • Beratung und Unterstützung von Kind und Familie in einer anhaltenden Belastungssituation
  • Förderung einer funktionalen, alters- und entwicklungsgemäßen Krankheitsadaptation
  • Stärkung der Ressourcen, Kompetenzen und Autonomie von Patient und Familie
  • Behandlung und Begleitung in akuten Krisen und in der Palliativsituation
  • Förderung größtmöglicher gesundheitsbezogener Lebensqualität und psychischer Gesundheit
  • Therapiemöglichkeiten:
    • Psychomotorik
      Die Psychomotorik ist eine ganzheitliche Entwicklungsförderung und beinhaltet Bewegung, Emotionalität, Sprache und Sozialkompetenz.
      In der Psychomotorik wird dem Kind in seinem natürlichen Spiel und Bewegungsdrang begegnet. Es erhält den Raum über Rollenspiel und Bewegung seine Erlebnisse zu verarbeiten und Gefühle zum Ausdruck zu bringen. Dabei stehen der Körper und die Motorik als Ausdrucks- und Handlungsformen zur Verfügung.Bewegungsbaustellen und Kleinmaterialien regen die Kinder zusätzlich zum Klettern, Springen oder Balancieren an. Sie dürfen ihren Körper ausprobieren und lernen, ihm zu vertrauen. Aber auch Lösungswege und Ideen beginnen sich zu entwickeln. Den eigenen Körper in seiner Bewegung zu spüren, lässt die Kinder eine positive Beziehung zu ihm aufbauen. Das Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl werden dadurch gestärkt.
    • Musiktherapie
      Die Musiktherapie ist für die Kinder eine Möglichkeit, Spielraum zu schaffen und sich neu zu entdecken. Musik ist Ausdruck von Lebensgefühl, von Identität und Persönlichkeit. Jegliche Gefühle wie Wut, Angst und Ärger, aber auch Freude und Entspannung können in der Musiktherapie erlebt werden.
      Die sprachlichen Ausdrucksmöglichkeiten sind beim Kind nicht oder noch nicht möglich. Hier können musikalische Rollenspiele, sowie Spiel- und Bewegungslieder als sprachübergreifendes Medien genutzt werden und dem inneren Gefühlserleben einen Klang geben.
      Durch die eigene Produktion von Klängen kommt es zu einem Erleben von Selbstwirksamkeit und einer positiven Eigenwahrnehmung, die auch bei körperlichen Einschränkungen zum Spielen anregt.

Kompetente Hilfe

Um auftretende Fragen und Sorgen frühzeitig aufzufangen, beschäftigen wir Therapeutinnen und Therapeuten. Sie stehen in der Beratungsstelle und bei Hausbesuchen den Familien zur Seite, führen mit den Kindern und Ihren Geschwistern und auch den Eltern psychotherapeutische Gespräche oder versuchen über Spiel-, Mal-, Musik- und Gestaltungstherapie zu helfen.

Neben organisatorischer und finanzieller Unterstützung ist auch der Erfahrungsaustausch mit anderen betroffenen Familien wichtig: dieser Austausch bringt Kraft und Hoffnung, vermittelt das Gefühl, diese Situation in der Gemeinschaft besser zu meistern.

Im Heinrichwingertsweg in Darmstadt unterhalten wir deshalb eine Beratungsstelle.